Was die geschlossene Beta von PVS Forge bringt – und warum Citrix-Architekten sie heute schon ausprobieren sollten.
Es gibt diesen einen Moment in fast jedem PVS-Projekt: Der Imaging Wizard läuft seit zwanzig Minuten und du hast keine Ahnung, ob das gut ist oder ob er hängt. Du startest ein zweites Fenster, schaust auf Disk-I/O, hörst den Wizard rauschen, hoffst, dass kein Reboot in den Scheduled Tasks kollidiert. Wenn etwas schiefgeht, bricht es selten sauber ab – irgendwann ist die vDisk halt nicht da, oder es liegt eine kaputte Version im Store. Oder beides.
Genau hier setzt PVS Forge an. Es ist ein Windows-Tool, das den vDisk-Lifecycle für Citrix Provisioning Services neu denkt: von der Vorbereitung des Master Targets über das Imaging bis zur Verteilung auf mehrere PVS-Server. Gebaut von jemandem, der Citrix Provisioning seit Jahren produktiv betreibt – und sich an genau den Schmerzpunkten reibt, die jeder PVS-Admin kennt.
Die geschlossene Beta startet jetzt. Hier ist, was heute schon drin ist.

Eigene Imager
PVS Forge nutzt einen eigenen Imager und nutzt dabei die gleiche Technologie wie Citrix. Er liest nur belegte Cluster aus der NTFS Allocation Map, zeigt Echtzeit-Progress, lässt sich sauber abbrechen.
Smart Multi-vDisk-Imaging.
Du kannst mehrere vDisks smart in einem Lauf zum Imaging anweisen – Job-Queue, fire-and-forget. Statt nacheinander am Wizard sitzen und Häkchen setzen können mehrerer vDisk parallel erstellt werden und das auf smarte weise. PVS-Server optimal genutzt und berechnet ermöglicht die perfekte Erstellung mehrere vDisk zu gleichen Zeit.
Imaging ohne DHCP, TFTP, kein Boot-Drama
Das ist der Punkt, der den größten Unterschied macht – und der bei klassischem PVS-Imaging die meisten Stunden frisst.
Wer in segmentierten Netzwerken arbeitet (öffentlicher Sektor, Banken, jede ordentlich aufgeteilte Enterprise-Umgebung), kennt das: Für klassisches PVS-Imaging muss der Master Target neu booten – also PXE-Boot über DHCP-Options und TFTP-Server in genau dem VLAN, in dem das MT steht. Ist das VLAN ohne DHCP-Helper? Pech. Ist PXE im Segment verboten? Pech. Funktioniert TFTP nicht durch die Firewall? Pech.
PVS Forge braucht das alles nicht:
- Kein PXE-Boot des Master Targets
- Keine DHCP-Options für Stream-Mode
- Kein TFTP-Server im Imaging-Pfad
- Kein vDisk-Attach auf das laufende MT
- Kein Reboot des MTs für den Imaging-Vorgang
Der Imager arbeitet direkt am laufenden System. Das Master Target bleibt online, im normalen Boot-Modus, in seinem eigenen Netzwerk-Kontext. Kein Risiko, dass das MT nach einem missglückten Boot nicht mehr hochkommt – weil es keinen Boot mehr braucht!
Wer schon einmal einen Boot-Disaster zum Imaging live erlebt hat – kommt nicht mehr hoch, BCD ist kaputt, vDisk-Lock noch aktiv, Citrix-Support-Ticket geöffnet – weiß, wie viel Aufwand das spart.
Session-Free Check: kein Imaging ins Chaos
Klassisches Problem: Du startest das Imaging, ein Admin loggt sich parallel auf das Master Target ein, ändert was, schaut nach, vergisst sich auszuloggen. Das Image enthält jetzt einen Zustand, den niemand wollte. Im schlimmsten Fall: ein Profil-Drift, der erst Tage später auffällt, wenn die produktiven Targets schon damit gebootet wurden.
PVS Forge prüft vor jedem Imaging-Lauf, dass keine aktive Session auf dem Master Target läuft – weder RDP noch lokale Konsole. Findet er eine, blockiert er den Lauf und zeigt dir, welcher Account die Session offen hat. Du entscheidest, ob du forcierst oder erst sauber machst. Aber du fängst nicht stillschweigend mit einem verschmutzten Image an.
Multi-NIC-Targets ohne Hexerei
Wer einmal ein Master Target mit getrenntem Stream-NIC und User-LAN-NIC aufgesetzt hat, kennt das Theater: Die NetworkCategory springt auf „Public“, die FQDN-Resolution geht über die Stream-IP, WinRM blockiert über die Subnetze – und plötzlich ist nichts mehr erreichbar.
PVS Forge löst NetBIOS-Namen über den richtigen NIC auf und macht die Adressauflösung deterministisch. Du bekommst stabilen Imaging-Workflow in echten Multi-NIC-Setups, ohne Routing-Tricks oder lokale hosts-Einträge.
Sicheres Multi-Server-Sync
Wenn du mehr als einen PVS-Server hast, kommt der nächste Schmerzpunkt: die neue vDisk auf alle Server bringen. Klassisch: Manuell gestartetes Robocopy Skript oder sogar manuelles Kopieren.
PVS Forge Kopiert lokal auf von dem Source-PVS, der pusht über UNC direkt auf die Admin-Shares der verbleibenden PVS-Server. Pro vDisk-Generation wählbar, mit Checkbox-UI.
vDisk-Inventory: Verlauf, Vergleich und KI-Analyse
Eine neue vDisk-Generation ist fertig. Was ist drauf? Was hat sich gegenüber der vorigen geändert? In klassischen Setups: niemand weiß es genau. Du hoffst, dass das Change-Log stimmt, dass kein Admin nebenher eine MSI installiert hat, dass die Auto-Updates wirklich aus waren.
PVS Forge erfasst pro vDisk ein strukturiertes Inventory – installierte Software, Versionsstände, Treiber, Dienste, Registry-Ankerpunkte. Damit hast du drei Sichten:
- Single-vDisk-Verlauf: das Inventory einer einzelnen vDisk über ihre Generationen einsehbar – du blätterst durch, was zu welchem Zeitpunkt drauf war. Auch ohne Vergleich, einfach um den Stand einer Generation nachvollziehen zu können.
- Inventory-Diff: was wurde hinzugefügt, geändert, entfernt – zwischen v6 und v7 zum Beispiel
- Offline Inventory: Du hast bestimmt schon vDisks vor PVS Forge erstellt aber kein Inventory. Kein Problem, lade einfach im Vergleich die VHDX und das Inventory wird von der offline vDisk erstellt.
- KI-Analyse der vDisk: Bewertung der der neuen vDisk per KI. „Diese Treiber-Aktualisierung weicht von deinem üblichen Muster ab.“ „Diese Software-Version hat bekannte Compatibility-Issues mit deinem Citrix-Stand.“ Senior-Architekten-Logik, automatisiert.
Du gehst nicht mehr blind in einen vDisk-Rollout. Du weißt, was drauf ist, was sich geändert hat – und ob es Aufmerksamkeit braucht.
Custom Pre-Sealing Script Support
Jede Umgebung hat ihre Eigenheiten. Bei einem Kunden müssen vor dem Sealing bestimmte Cleanup-Pfade geleert werden. Bei einem anderen muss ein hauseigener Provisioning-Agent zurückgesetzt werden. Bei einem dritten gibt es ein Compliance-Script, das immer laufen muss.
PVS Forge erlaubt Custom Pre-Sealing Scripts: Du hinterlegst eigene PowerShell-Skripte, die unmittelbar vor dem finalen Image-Sealing ausgeführt werden – mit definierten Rückgabewerten, Logging in die zentrale Job-History und sauberer Fehlerbehandlung. Was du im Skript machst, ist deine Sache. PVS Forge stellt sicher, dass es zum richtigen Zeitpunkt läuft.
Damit ist das Tool nicht starr. Wer Sonderfälle hat, baut sie sauber ein.
Diagnostik statt Häkchenliste
Standard-Pre-Checks sind starr: zwölf Häkchen, „alle grün, weiter“. Das hilft nicht, wenn die zwölfte Bedingung in deiner Umgebung sowieso nie zutrifft – weil dein Tier-Modell anders aussieht oder ein Pfad bei dir nicht existiert.
PVS Forge bringt eine kontextsensible Diagnostik: prüft Konnektivität, Rechte, Ports und WinRM, bewertet aber im Kontext deines Setups. Was wirklich Show-Stopper ist, wird als Show-Stopper markiert. Was nur Konvention ist, bleibt Hinweis. Support-Aufwand, in Software gegossen.
Was du beim Kauf bekommst – und behältst
PVS Forge wird in zwei Tarifen verkauft, beide mit vollem Funktionsumfang:
- Standard (bis 2 PVS-Server)
- Wachstum (ab 3 PVS-Server)
Das Modell ist ein Update-Abo: zwölf Monate Updates und Hersteller-Support. Aber – und das ist der wichtige Teil:
Was du gekauft hast, gehört dir. Für immer.
Läuft dein Update-Abo aus, bleibt dein letzter funktionierender Build aktiv. Kein SaaS-Cutoff, kein Lizenzserver, der dich am 366. Tag aussperrt. Eine signierte Offline-Lizenz, lokal validiert.
Digitale Souveränität ohne Sternchen
PVS Forge ist vollständig on-premises, air-gap-tauglich, ohne US-Cloud, ohne Phone-Home, ohne Aktivierungsserver-Abhängigkeit. Hersteller ist Koetzing IT aus Deutschland.
Wenn du in einer Branche arbeitest, in der „wir kommunizieren mit dem Hersteller übers Internet“ ein No-Go ist – öffentlicher Sektor, Finanzdienstleister, Healthcare, Verteidigung – funktioniert PVS Forge genau so, wie du es brauchst: offline, geprüft, lokal.
Die Beta – was du erwarten kannst
Begrenzte Plätze für Citrix-Architekten, die mit echtem Feedback mitgestalten wollen:
- Voller Hersteller-Support während der gesamten Beta-Phase
- Direkter Draht zum Entwickler – keine Tier-1-Hotline, keine Ticket-Schleifen
- Einfluss auf die Roadmap, wenn deine Anforderungen Substanz haben
Wenn dich das anspricht: melde dich für die Beta an. Wir reden lieber mit zehn ernsthaften Architekten als mit hundert Mitläufern.
Du fragst dich, wohin die Reise geht? PVS Forge ist heute schon ein vollwertiges Tool – aber das ist erst der Anfang. Lies die Roadmap: vom Health Check bis zur VDI-Lifecycle-Plattform.
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